Vitamin D

Das Vitamin D, das im Unterschied zu anderen Vitaminen fast ausschließlich im Körper selbst gebildet wird, gilt schon längere Zeit als echtes Supervitamin. Zahlreiche neuere Studien konnten belegen, dass ein höherer Vitamin-D-Spiegel mitentscheidend für eine höhere Lebenserwartung und der beste Schutz gegen zahlreiche Erkrankungen ist.

Sonnenlicht ermöglicht es dem Körper, das notwendige Vitamin D aus eigener Kraft zu bilden. Foto: Can Stock Photo

Das „Sonnenvitamin” D wird schon seit einigen Jahren intensiv erforscht, um die zahlreichen positiven Wirkungen, die dem Vitamin nachgesagt werden, wissenschaftliche zu überprüfen. Im Unterschied zu anderen Vitaminen muss der Körper das Vitamin D zum Großteil (ca. 80 bis 90 Prozent) selbst produzieren und benötigt dafür das Sonnenlicht. Das wiederum führt dazu, dass beträchtliche Teile der Bevölkerung Mitteleuropas nicht das ganze Jahr über ausreichend mit Vitamin D versorgt sind und sich mögliche Mangelerscheinungen vor allem in den Herbst- und Wintermonaten bemerkbar machen. Und diese Mangelerscheinungen können, glaubt man den neuesten Forschungsergebnissen, mitunter gravierend sein. Dem Vitamin D wird nämlich zugetraut, dass es vor Krebs und Infekten schützt, Muskeln und Knochen stärkt und ein höherer Vitamin-D-Spiegel sogar lebensverlängernd wirkt. Zu wenig Vitamin D könnte dagegen zu Libidoverlust führen und dem Fötus schaden.

Forschungen in Graz

Schon 2008 haben Forscher der Medizinischen Universität Graz die Auswirkungen des Vitamin-D-Spiegels im Körper auf die Lebenserwartung untersucht. Damals wurden über 3.500 Personen über Jahre hinweg beobachtet. Das Ergebnis: Die Sterblichkeit war bei Menschen mit einem Vitamin-D-Spiegel im untersten Viertel doppelt so hoch wie bei Personen mit höheren Werten. Weitere Studien haben bisher gezeigt, dass Vitamin D auch das Immunsystem stärkt und Muskelbildung und Muskelkraft positiv beeinflusst. Vieles deutet darauf hin, dass Vitamin D auch eine Schutzwirkung gegen Krebs besitzt, die vor allem bei bestimmten Krebsarten zum Tragen kommt. So konnte etwa nachgewiesen werden, dass das Risiko, an Dickdarmkrebs zu erkranken, durch ausreichende Vitamin-D-Versorgung um bis zu 50 Prozent gesenkt werden kann. Ähnliches könnte auch bei Alzheimer, Demenz und Herzerkrankungen gelten.

Das wird empfohlen

Mediziner und Forscher empfehlen, sich dem UV-Licht der Sonne täglich für einige Minuten auszusetzen (v.a. die Arme und das Gesicht). Im Bereich der Ernährung gilt Fisch als recht guter Vitamin-D-Lieferant, weshalb jede Woche zumindest ein bis zwei Fischmahlzeiten am Speiseplan stehen sollten.

Werner Thelian

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