Meditieren: Ein möglicher Ausweg aus der Stressfalle

Wer sich ganz bewusst für Meditation und Entspannungsübungen entscheidet, verfügt bald über einen starken Schutzschild gegen Stress. Foto: CanStock Photo.

Immer wieder wird darauf hingewiesen, dass neben sportlicher Betätigung auch Meditieren, Yoga und anderen Entspannungsmethoden sehr gut helfen können, Stress abzubauen. Tatsächlich wird diese positive Wirkung mittlerweile von mehreren wissenschaftlichen Studien belegt.

Die größte Studie zum Thema stammt aus dem Jahr 2007 und wurde vom amerikanischen Gesundheitsministerium in Auftrag gegeben. Ein Forscherteam der Universität von Alberta nahm dabei die Ergebnisse internationaler Forschungen unter die Lupe und fasste sie auf Hunderten von Seiten zusammen. Das Ergebnis: Einige Formen der Medi­tation helfen besonders gut, hohen Blutdruck zu senken, und Yoga reduziert nachweislich Stress. Allerdings sind auch andere Methoden zum Stressabbau gut geeignet: u.a. Bewegungsprogramme, Muskelentspannungsübungen und Gruppentherapien.

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Weiters konnte gezeigt werden, dass Meditieren vor allem bei jenen Menschen wirkt, die sich aus eigenem Antrieb für diese Möglichkeit der Stressreduktion entscheiden. Wurden Probanden einer Meditationsgruppe nach dem Zufallsprinzip zugeteilt, war der Erfolg weitaus geringer. Die Motivation spielt also eine große Rolle.

Was Dauerstress bewirkt

Auf welche Weise Stress sowohl psychisch als auch körperlich krank machen kann, wird schon seit Jahrzehnten erforscht. Mittlerweile sind die Hauptrisikofelder bekannt:

  • Neuronale Störungen: Häufiger oder andauernder Stress beeinflusst Vorgänge im Gehirn und kann so zu Schlafstörungen, Gedächtnisproblemen, Angststörungen und Depressionen führen.
  • Immunsystem: Stress ist in der Lage, das Immunsystem zu schwächen und begünstigt dadurch Infektionskrankheiten, Asthma und möglicherweise auch Allergien.
  • Blutkreislauf: Wenn Stresshormone nicht ausreichend wieder abgebaut werden, können sie in Blutgefäßen entzündliche Prozesse bewirken. Das begünstigt Arteriosklerose und kann zu Herzinfarkt und Schlaganfall führen.
  • Stoffwechsel: Stress kann auch den Stoffwechsel negativ beeinflussen. So werden z.B. Hormone aktiviert, die Heißhunger verursachen und das Ansetzen von Fett begünstigen. Damit kann Stress u.a. Fettleibigkeit und Diabetes, also die Zuckerkrankheit, provozieren.
Werner Thelian