Wege zum gesunden Schlaf

Ein erholsamer Schlaf ist für die Gesundheit außerordentlich wichtig. Foto: CanStock Photo.

In unserer modernen, von Unruhe und Stress geprägten Gesellschaft leiden immer mehr Menschen an Ein- oder Durchschlafstörungen. So lange Schlafprobleme nur ab und zu auftreten, muss man sich keine allzu großen Sorgen um die Gesundheit machen. Werden Schlafstörungen jedoch zum Dauerproblem, sollte man unbedingt entsprechende Maßnahmen setzten und gegebenenfalls auch ärztlichen Rat und professionelle Hilfe einholen.

Das Problem, in der Nacht schlecht oder trotz wiederholter Versuche gar nicht geschlafen zu haben, kennt wohl jeder. Am nächsten Tag fühlt man sich dann weder fit noch frisch, sondern eher kraftlos, müde und wie gerädert. Solange solche Schlafstörungen aber die Ausnahme bleiben, beruhen sie meistens auf rasch vorübergehenden psychischen Faktoren und stellen kein wirkliches gesundheitliches Problem dar. Ganz anders verhält es sich, wenn sich die Schlafprobleme sehr häufig einstellen und der daraus resultierende Schlafmangel zu einem Dauerzustand wird. Spätestens dann ist es höchste Zeit, etwas zu unternehmen.

Schlechter Schlaf hat Folgen

Die Auswirkungen von chronischem Schlafmangel auf die körperliche und seelische Gesundheit sind relativ gut erforscht. Heute weiß man, dass jede Stunde weniger Schlaf umso mehr negative Auswirkungen auf die Gesundheit mit sich bringt. In erster Linie resultieren daraus Nervosität, Übergewicht, Diabetes, erhöhte Cholesterinwerte und ein erhöhter Blutdruck, was wiederum nicht selten zu einem Nährboden für weitere Krankheiten wird.

Aus diesem Grund lohnt es sich auf jeden Fall, auf die eigenen Schlafgewohnheiten zu achten und alle Probleme, die damit in Zusammenhang stehen, keinesfalls auf die leichte Schulter zu nehmen. Plötzlich auftretende und über Wochen und Monate anhaltende Ein- und Durchschlafstörungen können nämlich in bestimmten Fällen auch Vorboten bestimmter körperlicher und psychischer Erkrankungen sein. U.a. weisen sie oft auf einen beginnenden Burn-out oder auf Depressionen hin.

Leidet man unter Schlafproblemen, geht es in den meisten Fällen vor allem darum, wieder ins Gleichgewicht und damit zu einem besseren Schlaf und mehr Ruhe zu kommen. Keine gute Lösung, schon gar nicht auf Dauer, sind Schlaftabletten. Die helfen zwar beim Einschlafen und beim Durchschlafen, aber der Schlaf selbst ist nicht ausreichend tief und daher nicht wirklich erholsam. Auf Dauer wird das Problem damit nur kaschiert. Zudem können Schlaftabletten mit der Zeit auch abhängig machen.

Oft genügt es bereits, sein Verhalten ein wenig zu ändern und für das Zubettgehen bestimmte Rituale zu entwickeln, die dann jedes Mal eingehalten werden. Eine Tasse warme oder heiße Milch zu trinken, kann ein solches Ritual sein. Vor dem Einschlafen noch ein wenig zu meditieren, um sich dabei zu entspannen, ist ebenfalls keine schlechte Idee. Eine gute Strategie kann es sein, erst bei wirklich eingetretener Müdigkeit ins Bett zu gehen.

Obwohl ein Nickerchen bei Tag erfrischend und gesund ist – wer unter nächtlichen Schlafproblemen leidet, sollte darauf verzichten. Ebenso kontraproduktiv sind Kaffee und andere koffeinhaltige Getränke, die man zumindest vier bis fünf Stunden vor dem Schlafengehen meiden sollte. Auch Alkohol und Nikotin können das spätere Ein- und Durchschlafen negativ beeinflussen. Sie wirken nämlich anregend und nicht, wie viele denken, beruhigend.

Wenn aber alles nicht funktioniert und die Schlafprobleme weiter bestehen bleiben, sollte man ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, den Ursachen der Störungen auf den Grund zu gehen. Die reichen bis hin zu einer Nacht in einem Schlaflabor, bei der alle Schlafphasen und -probleme aufgezeichnet werden. Die Auswertung der Daten verrät den Fachleuten dann, woran es liegt.

Werner Thelian


E-Book-Reader, Tablets und Smartphones

Wer Probleme mit dem Einschlafen hat, sollte auf das Lesen im Bett verzichten. Vor allem die immer weiter verbreiteten E-Book-Reader und Tablets, aber auch Smartphones können, wenn sie kurz vor dem Einschlafen noch benützt werden, den Schlaf stören. Der Leser nimmt nämlich viel Licht vom Bildschirm des Gerätes auf. Der hohe Blau-Anteil dieses Lichts bewirkt, dass weniger Schlafhormone freigesetzt werden und das Einschlafen dadurch erschwert wird.

Seit dieser Zusammenhang bekannt ist, versuchen immer mehr Hersteller, einen möglichst großen Anteil des blauen Lichts aus dem Bildschirmlicht ihrer Geräte zu filtern.

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