Freizeitsport: Die Warnsignale beachten

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Beim Sport geht es neben dem körperlichen Training nicht zuletzt auch um die Aneignung psychischer Stärken: z.B. Ausdauer- und Durchhaltevermögen. Wenn jedoch übertriebener Ehrgeiz dazu führt, dass man sich allzu sehr verausgabt und Warnsignale des Körpers missachtet, kann es rasch gefährlich werden. Besonders oft sind Sportler ab dem 50. Lebensjahr betroffen.

Die Warnsignale, mit denen sich der eigene Körper meldet, sollten gerade auch bei jeder sportlichen Betätigung immer beachtet und niemals ignoriert oder übergangen werden. Sonst besteht nämlich die große Gefahr, dass es über kurz oder lang zu gesundheitlichen Problemen oder gar zu nicht wieder gutzumachenden Schäden kommt.

Atemnot und Herz-Kreislauf-Probleme

Ein relativ häufig auftretendes Warnsignal beim Sport ist Atemnot. Damit ist allerdings nicht gemeint, dass man bei der körperlichen Anstrengung neben dem Schwitzen niemals ins Schnaufen geraten dürfte, sondern vielmehr das darüber hinausgehende Gefühl, einfach nicht mehr genug Luft zu bekommen. Kündigt sich eine solche Atemnot an oder ist sie bereits eingetreten, sollte man jede Form der körperlichen Belastung auf jeden Fall sofort beenden. Sportmediziner raten überdies gerade allen Hobby- und Freizeitsportlern ab 50 dazu, zumindest alle zwei Jahre ein Belastungs-EKG beim Arzt machen zu lassen.

Zu den Hauptrisiken jeder größe­ren und länger dauernden körperlichen Belastung und damit auch des Sports zählen Herz-Kreislauf-Zwischenfälle. Besonders gefährdet sind in dieser Hinsicht übrigens jene Sportler, die zum Beispiel ein familiäres Risiko aufweisen und bereits an Erkrankungen wie Bluthochdruck oder Diabetes leiden. Auch wenn die Blutfettwerte schlecht sind, ist die Gefahr solcher Zwischenfällen um einiges größer.

Wenn Muskeln und Gelenke schmerzen

Warnsignalen treten jedoch häufig nicht nur im Zusammenhang mit der Atmung und dem Herz-Kreislauf-System auf, sondern machen sich oft im Bereich der Muskeln und Gelenke bemerkbar. Auch solche schmerzhaften Anzeichen sollte man keinesfalls unterschätzen und ignorieren, sondern darauf achten und entsprechend reagieren.

Nicht umsonst betonen Fachleute immer wieder, dass – entgegen einer noch immer weit verbreiteten Ansicht – die Muskulatur und die Gelenke weder während des Trainings noch danach Schmerzen bereiten sollen. Stellen sich trotzdem Beschwerden ein, ist das ein deutlicher Hinweis darauf, dass die Belastung für den Körper zu groß ist bzw. zu groß war.

Die richtige Ausrüstung spielt eine wichtige Rolle

Bei jeder sportlichen Betätigung sollte man also immer auf seinen Körper hören und die Geschwindigkeit und die Intensität des Trainings entsprechend anpassen. Ebenso wichtig ist es aber auch, beim Sport immer auf die geeignete Ausstattung und Ausrüstung zu achten (z.B. bei der Auswahl der Schuhe). Treten trotz aller dieser Maßnahmen dennoch Probleme auf, sollte man nicht lange zögern und ärztlichen Rat einholen.

Insgesamt gilt jedoch nach wie vor, dass das weitaus größte gesundheitliche Problem beim Sport darin besteht, dass sich viel zu viele Menschen viel zu wenig bewegen. Daher ist es sehr sinnvoll und tut auch der Gesundheit gut, an der persönlichen Fitness zu arbeiten, sich dabei aber sportliche Ziele zu setzen, die auch erreichbar sind. Jede Übertreibung schadet.

Werner Thelian

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