Kreuzworträtsel sind gut für die geistige Fitness

Wer viel für seine geistige Fitness tut, betreibt auch Vorbeugung gegen Alzheimer und andere Formen der Demenz. Foto: CanStock Photo.

Das Kreuzworträtsel in der Zeitung oder im Rätselheft ist nicht nur ein beliebter Zeitvertreib, sondern könnte auf Dauer tatsächlich beträchtliche Vorteile für die geistige Fitness bringen.

Erst vor Kurzem haben britische Wissenschaftler gezeigt, dass die regelmäßige Beschäftigung mit dem Lösen von Kreuzworträtseln nicht nur die Konzentrationsfähigkeit verbessert, sondern das Gehirn geradezu zu verjüngen scheint. So kann man bis ins hohe Alter geistig fit bleiben.

Rätselfreunde im Vorteil

An der britischen Studie nahmen über 17.000 Personen teil, die allesamt über 50 Jahre alt und zum Zeitpunkt ihrer Teilnahme gesund waren. Im Rahmen eines Online-Tests mussten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zunächst angeben, ob und wie häufig sie Kreuzworträtsel lösen. Danach folgte ein Test, mit dem die Konzentrationsfähigkeit, das Gedächtnis und das Urteilsvermögen ermittelt wurden.

Bei der anschließenden Auswertung waren beträchtliche Unterschiede zwischen den Probanden zu erkennen. Diejenigen, die im Alltag häufig Rätsel lösen, erwiesen sich bei den Tests nicht nur als schneller, sondern machten auch weniger Fehler. Besonders eindrucksvoll waren die Unterschiede im Hinblick auf das Kurzzeitgedächtnis und die Grammatik. Die Gehirnfunktionen der Rätselfreunde befanden sich auf einem Niveau, das normalerweise nur bei weitaus jüngeren Probanden gegeben ist.

Alzheimer und Co.

Die Ergebnisse der Studie sind ein erneuter Hinweis darauf, dass man gegen Demenzerkrankungen wie Alzheimer durchaus auch Vorbeugung betreiben kann. Obwohl dieser Punkt unter Wissenschaftlern und Ärzten kaum noch umstritten ist, herrscht darüber, welche Lebensstil-Faktoren letztlich dazu beitragen, keineswegs Einhelligkeit. Neben Beschäftigungen, bei denen die Konzentrationsfähigkeit, das Gedächtnis und die Problemlösungskompetenz trainiert werden, gelten auch Sport, eine positive Lebenseinstellung und eine gesunde und ausgewogene Ernährung als vorteilhaft. Auch der Verzicht auf Zigaretten und ein maßvoller Umgang mit Alkohol werden empfohlen.

Kreuzworträtsel sind gut für die geistige Fitness

Wer gerne und oft Kreuzworträtsel löst, leistet möglicherweise einen wichtigen Beitrag zu seiner geistigen Fitness. Das legen jedenfalls die Ergebnisse einer großen britischen Studie nahe, für die etwa 17.000 Frauen und Männer über 50 Jahre im Hinblick auf Konzentrationsfähigkeit, Gedächtnis und Problemlösungskompetenz getestet wurden. Die Rätselfreunde unter den Getesteten schnitten dabei deutlich besser ab.

Das Kreuzworträtsel in der Zeitung ist 104 Jahre alt

Vor 104 Jahren, am 21. Dezember 1913, erschien das erste in einer Zeitung abgedruckte Kreuzworträtsel der Welt. Zu finden war es in der Weihnachtsbeilage der amerikanischen Zeitung „New York World“. Es wurde angeblich von Arthur Wynne, einem aus England stammenden Journalisten, erfunden. Der Redakteur hatte sich bei der Suche nach einer Neuheit an ein Spiel erinnert, das er als Kind bei seinem Großvater gesehen hatte. Wynnes Kreuzworträtsel war rautenförmig, gesucht wurden 31 Begriffe.

Dem Beispiel von „New York World“ folgten bald auch andere Zeitungen. Es dauerte aber noch mehrere Jahre, ehe das Kreuzworträtsel den Weg nach Europa fand. Danach gab es allerdings kaum noch eine namhafte Zeitungsbeilage ohne regelmäßiges Rätsel.

Werner Thelian

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