Die Sonne scheint überall, nicht nur am Strand

Im Freien ist man praktisch überall den gefährlichen UV-Strahlen der Sonne ausgesetzt. Das einzige wirksame Mittel ist ein konsequenter Sonnenschutz. Foto: CanStock Photo.

Mit ihrer diesjährigen Hautkrebsvorsorge-Kampagne machen die Österreichische Krebshilfe und die Gesellschaft für Dermatologie und Venerologie u.a. auf ein Problem aufmerksam, das recht häufig völlig vernachlässigt wird. Während nämlich viele Österreicherinnen und Österreicher ihre Haut im Urlaub und in der Freizeit gegen übermäßige UV-Strahlung schützen, vergessen sie den passenden Sonnenschutz oft bei der täglichen Arbeit im Freien. Das ist mit ein Grund, warum sich Hautkrebs nach wie vor auf dem Vormarsch befindet.

Immer wieder wird darauf aufmerksam gemacht, wie wichtig es ist, die Haut und die Augen vor den gefährlichen UV-Strahlen der Sonne zu schützen. Das gilt natürlich nicht nur im Hochsommer, im Urlaub und am Strand, sondern praktisch das ganze Jahr über und bei jedem längeren Aufenthalt im Freien.

Hautkrebs nimmt weiter zu, wird aber früher erkannt

Trotz aller Warnungen schlagen noch immer viele Menschen die Ratschläge von Ärzten und anderen Fachleuten in den Wind und setzen sich und ihre Haut oft völlig ungeschützt der prallen Sonne aus. Die Folgen: Auch in Österreich nimmt die aggressivste Form von Hautkrebs, das Melanom, weiterhin zu. Etwa vier Prozent aller bereits an Krebs erkrankten Österreicherinnen und Österreicher leiden an Melanomen der Haut, wobei jährlich rund 1.600 neue Krankheitsfälle hinzukommen. Die Tendenz ist seit Jahren steigend.

Gerade im Kampf gegen den so gefährlichen Hautkrebs kommt neben der Vorsorge auch der Früherkennung ein besonders hoher Stellenwert zu. Werden Melanome nämlich rechtzeitig entdeckt und operiert, ist eine vollständige Heilung durchaus möglich. Gerade in den letzten Jahren konnten bei der Therapie von Hautkrebs durch neue, zielgerichtete Methoden große Fortschritte erreicht werden. Weil sich gleichzeitig auch die Früherkennung verbessert hat, sind die Überlebenschancen der Patientinnen und Patienten deutlich gestiegen.

Sonne ohne Reue – Gerade auch bei der Arbeit im Freien

Seit mittlerweile drei Jahrzehnten machen die Österreichische Krebshilfe, die Österreichische Gesellschaft für Dermatologie und ihre Projektpartner im Rahmen der Aktion „Sonne ohne Reue” gemeinsam auf die Bedeutung der Hautkrebsvorsorge und der Früherkennung von Hautkrebs aufmerksam. Heuer steht die österreichweite Kampagne unter dem Motto „Die Sonne scheint überall, nicht nur am Strand”. Damit sollen insbesondere auch jene Menschen erreicht werden, die tagtäglich der Sonne ausgesetzt sind, weil sie im Freien arbeiten: u.a. auf Baustellen und in der Landwirtschaft. Gerade diese Betroffenen achten zwar im Urlaub und in der Freizeit auf den Sonnenschutz, vernachlässigen ihn dann aber umso mehr am Arbeitsplatz.

Bei Arbeiten im Freien ist es wichtig, eine extreme Sonneneinstrahlung so gut wie irgendwie möglich zu vermeiden. Neben einer geeigneten Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor sollte unbedingt auch eine gute Sonnenbrille verwendet werden. Darüber hinaus ist schützende Bekleidung sehr wichtig. Weiters sollte man so oft wie möglich schattige Plätze aufsuchen.

Geradezu unverzichtbar ist auch die regelmäßige Selbstkontrolle der Haut. Gerade dann, wenn Muttermale sich verändern, sind sie melanomverdächtig. Man sollte zwar nicht in Panik verfallen, die Veränderungen jedoch unverzüglich von einem Dermatologen abklären lassen. In diesem Zusammenhang sind auch regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Hautarzt zu empfehlen.

Zum Start der diesjährigen Kampagne wurde auch eine neue Broschüre aufgelegt, die über den richtigen Umgang mit der Sonne informiert. Die kostenlose Broschüre und weitere Informationen sind auch im Internet erhältlich: www.sonneohnereue.at bzw. www.krebshilfe.net

Werner Thelian

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