Kleine Verbrennungen: Was tun?

Das kennt wohl jeder aus eigener Erfahrung. Schon eine kurze Unachtsamkeit am Arbeitsplatz oder daheim genügt, um sich eine schmerzhafte Verbrennung zuzufügen. Zum Glück sind die meisten Verbrennungen, die z. B. im Haushalt passieren, nur oberflächlich und auf ein entsprechend kleines Hautareal beschränkt. Trotzdem ist es wichtig, auch bei kleinen und harmlosen Verbrennungen rasch und richtig zu reagieren.

Bei einer Verbrennung wird Hautgewebe durch die übermäßige Einwirkung von Hitze geschädigt. Am häufigsten werden Verbrennungen durch Kontakt mit offenem Feuer, mit heißen Flüssigkeiten oder heißen Gegenständen hervorgerufen und – je nach der Tiefe der geschädigten Hautschichten – in drei bzw. vier verschiedene Schweregrade eingeteilt. Der Verbrennungsgrad und die betroffene Körperfläche ermöglichen es den Ärzten, das Ausmaß der jeweiligen Verbrennung zu beurteilen, die zu erwartenden Folgen abzuschätzen und den Patienten entsprechend zu behandeln.

Während bei jeder größeren bzw. tiefer gehenden Verbrennung natürlich unbedingt ärztliche Hilfe erforderlich ist, können und sollten kleine, oberflächliche und nur ein sehr begrenztes Hautareal betreffende Verbrennungen gleich an Ort und Stelle rasch und richtig versorgt werden.

Die richtige Kühlung der betroffenen Stelle

Besonders wichtig ist die sofortige Kühlung der betroffenen Hautstelle. Sie erfolgt am besten mit fließendem Leitungswasser, sollte jedoch nicht zu lange dauern und auch nicht zu stark ausfallen, weil man sonst eine Unterkühlung der betroffenen Stelle riskiert. Das fließende Wasser sollte daher am besten eine Temperatur von etwa 20 Grad Celsius aufweisen.

Kleine und eher harmlose Brandwunden können auch sehr gut mit speziellen Gels gekühlt werden, die zudem in der Lage sind, die Schmerzen zu lindern. Eine eventuell vorhandene Brandblase sollte man auf keinen Fall aufstechen, weil das darunter liegende, sehr empfindliche Gewebe sonst schutzlos der Keimbelastung ausgesetzt ist. Auf die von der Verbrennung betroffene Stelle gibt man daher am besten ein Pflaster, das aber nicht zu fest aufgeklebt werden sollte.

Besondere Vorsicht bei Kleinkindern

Wenn es passiert, dass Kleinkinder von Verbrennungen, Verbrühungen oder Brandwunden betroffen sind, ist in der Regel ärztliche Hilfe erforderlich. Nur wenn die Verbrennung sehr klein ist, kann sie von den Eltern auch selbst versorgt werden. Erwachsene benötigen ärztliche Hilfe, wenn die Verbrennung großflächiger ist bzw. wenn auch tiefer liegende Hautschichten betroffen sind. Besonders gefährlich sind nach der Auskunft von Fachleuten Verbrennungen dann, wenn an der betroffenen Hautstelle die Schmerzen ausbleiben. Dann sind die eingetretenen Schäden nämlich so tief, dass auch die Hautnerven in Mitleidenschaft gezogen wurden und nicht mehr richtig funktionieren.

Werner Thelian

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